Passwort-Wissen
Passphrase statt Passwort
Eine Passphrase reiht mehrere zufällige Wörter aneinander und erreicht damit große Länge bei deutlich besserer Merkbarkeit als ein zufälliges Zeichenchaos.
Eine Passphrase besteht aus mehreren Wörtern, die zu einer langen Zeichenkette kombiniert werden. Durch die hohe Länge entsteht eine große Zahl möglicher Kombinationen, während sich die Wortfolge gut einprägen lässt. Entscheidend ist, dass die Wörter zufällig gewählt sind und keinen sinnvollen, leicht erratbaren Satz ergeben.
Das bekannte Diceware-Verfahren wählt Wörter per Würfel aus einer Liste, sodass keine vorhersehbaren Muster entstehen. Vier bis sechs zufällige Wörter bieten für die meisten Anwendungen ein hohes Sicherheitsniveau. Im Gegensatz zu kurzen, komplexen Passwörtern muss man sich eine gute Passphrase nicht aufschreiben und tippt sie leichter fehlerfrei.
Das solltest du wissen
- Verwende mindestens vier zufällig gewählte Wörter, mehr erhöhen die Stärke weiter.
- Vermeide bekannte Zitate, Liedzeilen oder grammatisch sinnvolle Sätze, da diese vorhersehbar sind.
- Das Diceware-Verfahren mit Würfel erzeugt nachweislich zufällige Wortkombinationen.
- Eine Passphrase eignet sich besonders gut als Master-Passwort für den Passwort-Manager.
- Auch hier gilt: pro Dienst eine eigene Passphrase, niemals dieselbe mehrfach verwenden.
Passphrasen verbinden Sicherheit mit Alltagstauglichkeit. Sie sind besonders dort sinnvoll, wo ein Passwort tatsächlich im Kopf bleiben muss, etwa für den Tresor des Passwort-Managers.
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