Passwort-Wissen
Passwörter aufschreiben
Passwörter aufzuschreiben ist nicht pauschal falsch. Es kommt darauf an, was man notiert, wo man es verwahrt und gegen welche Bedrohung es schützen soll.
Entgegen einem alten Pauschalverbot kann das Aufschreiben von Passwörtern vertretbar sein, wenn es richtig gemacht wird. Ein auf Papier notiertes Passwort, das sicher zu Hause verwahrt wird, ist für entfernte Angreifer aus dem Internet unerreichbar. Problematisch wird es, wenn der Zettel offen am Bildschirm klebt, in der Tasche liegt oder neben dem Gerät aufbewahrt wird.
Der digitale Königsweg bleibt der Passwort-Manager, da er Passwörter verschlüsselt speichert, generiert und ausfüllt. Wo aus guten Gründen auf Papier zurückgegriffen wird, etwa für Notfallcodes oder das Master-Passwort, sollte die Notiz an einem geschützten, nicht offensichtlichen Ort liegen und keine Zuordnung zu Diensten direkt verraten.
Das solltest du wissen
- Verwahre handschriftliche Notizen an einem sicheren, nicht offensichtlichen Ort, nicht am Gerät.
- Notiere möglichst keine direkte Zuordnung von Dienst und Passwort nebeneinander.
- Für den Alltag ist ein Passwort-Manager der sicherere und bequemere Weg.
- Aufschreiben kann für Notfallcodes und das Master-Passwort als Backup sinnvoll sein.
- Vermeide unverschlüsselte Textdateien oder Notiz-Apps für Passwörter.
Aufschreiben ist eine Frage der Umstände, nicht ein absolutes Tabu. Für die meisten Konten ist der Passwort-Manager überlegen, während Papier für Notfälle eine sinnvolle Rückfallebene bleibt.
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